µW-Holzschädlingsbekämpfung-beauftragen oder selber machen?

µW-Holzschädlingsbekämpfung – beauftragen oder selber machen?

Dazu gehört vor allem ein umfassendes Sanierungskonzept, das nicht nur den Befall diagnostiziert und die optimale Bekämpfungsmethode vorsieht sondern auch die Ursache des Befalls klärt und vorbeugende Maßnahmen zur Verhütung des Wiederbefalls enthält. Ein solches qualifiziertes Sanierungskonzept erfordert tiefes Fachwissen zur Biologie des Holzes und insbesondere langjährige Erfahrung. Dieses Fachwissen dürfen Sie von uns nicht erwarten, weil wir uns als Entwickler und Geräte-Hersteller auch zukünftig mehr mit Mikrowellentechnik beschäftigen werden als mit Holz- und Bautenschutz. Dieses Sanierungskonzept kann Ihnen ein Holzschutz-Gutachter erstellen. Doch der kostet Geld, das viele nicht ausgeben möchten. Oft hören wir „es ist doch nur der eine Balken befallen“. Aus Erfahrung können wir nur empfehlen, einen solchen Fachberater hinzu zu ziehen. Aber bitte achten Sie darauf, dass Sie dann auch einen wirklich unabhängigen Gutachter bestellen. Oft haben Gutachter auch noch ausführende Firmen „im Hintergrund“ – die der eigenen Frau oder einem „guten Bekannten“ gehören. Dann ist die Unabhängigkeit schon futsch, weil die empfohlenen Aktionen oft nicht von technisch sinnvollen und kostengünstigen Argumenten ausgewählt sind sondern eher zum maximalen Umsatz der ausführenden Firma führen soll. Aus unserer Erfahrung gibt es in Deutschland nur ca. ein halbes Dutzend qualifizierte und wirklich unabhängige Holzschutz-Sachverständige. Ein solcher hat uns ein paar biologische Zusammenhänge beschrieben, die  wir Ihnen auch gerne an die Hand geben. Siehe Abschnitt „Biologisch Wissenswertes zur Holzschädlingsbekämpfung“. Wenn Sie diese Beratungskosten nicht investieren wollen, müssen Sie sich selbst weiter schlau machen: Unter anderem sollten Sie die Art des Holzschädlings kennen. Das können Sie mit Hilfe des Internets recht preisgünstig auch selbst erfassen. Für die Mikrowellen-Anwendung ist das relativ unbedeutend, weil die meisten mit den Eckwerten der DIN 68800 absterben. Aber es gibt halt auch da die berühmte Ausnahme.

 Der nächste Schritt ist die Feststellung des Befalls – qualitativ und quantitativ. Da werden z. B. in Museumsdörfern, die auch mit diesen Problemen kämpfen, befallene Balken mit speziellem Klebstoff und Packpapier abgeklebt, um dann in der nächsten Ausflug-Saison die Ausfluglöcher zu zählen. Auf neudeutsch nennt man das Monitoring. So ist nach einigen Jahren eine quantitative Aussage möglich – wenn Sie so lange Zeit haben und oder bis dahin nicht der ganze Balken zerfressen ist. Die meist verbreitete Befallserkennung besteht im Fraßmehl unter einem Ausflugloch oder Nagegeräuschen. Doch Vorsicht: Das sind zwar Beweise für Befall, aber wenn Sie nichts hören und kein Bohrmehl vorfinden heißt das nicht, dass kein Befall vorliegt. Es ist also nicht einfach bis teilweise unmöglich, den befallenen Bereich zu lokalisieren. Dazu einige Detail-Infos:

Das oder die Mikrowellengerät(e) müssen direkt vor den zu behandelnden und (thermisch isolierten) Balken / Objekten ausgerichtet werden und nach der Aufheizphase weiter geschoben werden. Die Behandlungszeit – bei „normalen“ Balken (ca. 12 - 20 cm) „über den Daumen“ ca. 1 – 2 Std./m., auch abhängig von der Holzart, Einbaulage und Umgebungstemperatur.

Im Durchschnitt kostet die Mikrowellenbehandlung über eine ausführende Firma etwa das 4 – bis 10 – fache als die Eigenanwendung. Der Unterschied liegt vorrangig in der Steuerersparnis, da Sie für Ihre eigene Leistung (noch) keine Steuern abführen müssen. Aber eine ausführende Firma wird auch die Sicherheitszuschläge (2,5 m über den befallenen Bereich hinaus) eher höher ansetzen, sei es aus Gewährleistungsgründen oder Umsatzdenken.

Seit der Einführung der Low-cost-Serie www.ecomicrowaves.com steigt die Anzahl der Selbstanwender und bringt auch noch weitere Vorteile: Während der professionelle Schädlingsbekämpfer den Erfolg also die sichere Bekämpfung schuldet, können Selbstanwender auch geringere Sicherheitszuschläge verantworten. So gehen einige Betroffene nicht den Weg der umfangreichen Befallsanalyse sondern z. B. bei einem Hausbockbefall nur nach Ihrem Gehör, weil sie vorrangig von den Nagegeräuschen belästigt fühlen und bekämpfen nur den identifizierbaren Bereich mit geringem Nachbarschaftszuschlag (z.B. 0,5 m). Zwar ist damit nicht gewährleistet das der gesamte Befall bekämpft ist (siehe Beitrag „Wissenswertes über die Verbreitung von Holzschädlingen“), aber sollte sich später noch ein Befall an anderen Stellen ergeben, können Sie diesen Befall ohne weitere Geräte-Kosten bekämpfen da Sie ja die Gerätschaft dazu schon besitzen. 

 

Anschrift:

Dipl. Ing. Fritz Kohler
Breslauer Str. 6
D-35789 Weilmünster